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Digital Recruiting Trends.

Roboter Recruiting. Mensch vs. Maschine.


Zu Digitalen Recruiting Trends zählt neben der Nutzung von Social Media-Kanälen, Chatbots oder Active Sourcing auch das Roboter-Recruiting. Doch was genau dürfen wir davon erwarten? Werden eingehende Bewerbungen zukünftig nur noch von Maschinen bewertet und somit Zu- oder Absagen von ihnen abhängig gemacht? Fest steht,
Roboter-Recruiting hat seinen festen Platz in den Trends der digitalen Hiring-Prozessen.


Was ist Roboter Recruiting?


Kurz gesagt, Roboter Recruiting ist ein teilautomatisierter Prozess in der Personalbeschaffung. Aufgrund von Algorithmen entscheidet eine Software, ob ein/e potenzielle/r Bewerber/in für die ausgeschriebene Position geeignet ist. Das passiert im Zuge des sog. „Matching“-Verfahrens, wofür die Recruiting Software bestimmte Schlüsselwörter aus Jobinseraten mit jenen der eingereichten Bewerbung vergleicht. Wussten Sie, dass das automatisierte Recruiting in den USA bereits für über 90% der Stellen eingesetzt wird und besondere Popularität in der IT-Branche genießt?


Der Roboter. Schnell und frei von Diskriminierung.


Bevor noch das Internet in den meisten Haushalten eingesetzt wurde, verbreiteten Personalmanager/innen Stellenanzeigen u.a. über Printmedien. Allerdings langten die ersten Bewerbungen so erst nach mehreren Tagen im Unternehmen ein. Auf Grund der Nutzung des Internets und den damit verbunden Social Media Kanälen, erzielen Firmen heutzutage eine merklich schnellere Distribution der Inserate. Dies führt gleichzeitig zu einer höheren Reichweite und zu mehr eingehenden Bewerbungen, somit aber auch zu einem größeren Aufwand im Aussortierungsverfahren.

Roboter Recruiting 1
by geralt on pixaby

Der nächste Schritt in Richtung effizienteres Arbeiten ist daher der Einsatz einer künstlichen Intelligenz, einer Robo-Recruiting Software.


Ziel der automatisieren Personalbeschaffung ist es, fehlende Job-Positionen schneller (nach) zu besetzen. Innerhalb von wenigen Sekunden gelingt es dem Programm, die Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle mit jenen der zugesandten Bewerbungsunterlagen der Kandidat/innen zu vergleichen und diese der Qualifikation nach zu ranken.

Der Vorteil laut Expert/innen: Der Recruiter hat unter dem Strich mehr Zeit für den einzelnen Bewerber/ die einzelne Bewerberin und kann sich gezielter mit ihm/ihr auseinandersetzen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass der Roboter ausschließlich reine Fakten misst. Name, Geschlecht, Aussehen oder die Herkunft sind zweitrangige Faktoren, welche nicht von der Software evaluiert werden. Dementsprechend wird das Unternehmen dem Wunsch vieler Kandidat/innen, sich nur aufgrund ihrer Kenntnisse für eine Position zu qualifizieren, gerecht.


Der Mensch. Erfahrung und Bauchgefühl.


Der Algorithmus kann im Gegensatz zum Menschen zahlreiche Bewerbungen in wenigen Sekunden scannen, allerdings nicht zwischen den Zeilen lesen. Anders gesagt, werden die Keywords aus dem ausgeschrieben Insert nicht 1:1 in den Bewerbungsunterlagen übernommen, fällt das Schreiben beim Roboter durch. Zusätzliche Qualifikationen werden ebenfalls außer Acht gelassen. Anders bei menschlichen Recruiter/innen, deren Pluspunkt es ist, gezielt Details wahrzunehmen und bei dem nicht zu unterschätzendem Faktor der Softskills auf ihr Bauchgefühl zu hören.

by Christina Morillo on Unsplash


Fazit: Intuition vs. Algorithmus.


Dass Recruiting zukünftig ausschließlich von Maschinen ausgeübt wird, ist unwahrscheinlich. Vielmehr geht es um die Zusammenarbeit von Menschen und Roboter, da beide Parteien sich durch ihre unterschiedlichen Stärken und Schwächen perfekt ergänzen. Während die Technik ihre Auswahl schnell, ohne Emotionen und faktenbasiert trifft, fehlt ihm die Menschenkenntnis, die für das Erkennen von Softskills unerlässlich ist. Der Mensch hingegen profitiert enorm von seinen persönlichen Erfahrungen, was von hoher Wichtigkeit ist, um festzustellen, ob der Kandidat zum bestehenden Team passt. Allerdings ist dieser Prozess sehr zeitintensiv.


Fakt ist, Mensch und Maschine ergeben gemeinsam ein optimales Zusammenspiel, bei der Suche nach perfekten Mitarbeitern.

Mensch oder Maschine – was sagt Ihr Bauchgefühl?

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Datum:

11. Februar 2019

Autor:

CorpLife

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